Portugal: Einmal rundherum, Bitte!

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Als wir in den wirklich wunderschönen Frühstücksraum kamen waren wir erstaunt. Die Brötchen lagen abgezählt auf dem Teller, dazu die Butter, Marmelade, ein paar Kekse und eine Ecke Schmelzkäse. Es roch ein wenig nach Geiz. Nicht, dass wir nicht noch "Nachschlag" bekommen hätten, wir mußten aber danach fragen. Es war die einzige Pension, die ihr Frühstück in dieser Form präsentierte.
Nachdem wir uns versichert hatten, dass in der kommenden Nacht kein Konzert vor unserer Tür stattfinden würde und in Anbetracht der Tatsache, dass die Zimmer recht hübsch waren und wir einiges in der Gegend besichtigen wollten, verlängerten wir noch eine Nacht.
Zuerst fuhren wir hinauf nach Marvao. Die gewaltige Festung bewunderten wir schon am Vortag. Allerdings von unten. Wer den Ort auf 865 m Höhe erreicht hat, den erwartet ein unvergleichliches 360° Panorama. Der Eintritt ist frei. Den eigentlichen Ort, der in seiner Ursprünglichkeit erhalten geblieben ist (PKW von Touristen müssen vor dem Stadttor parken) durchquert man auf dem Weg von und zu der Festung.

 

Das Castelo von Marvao

 

Blick in die Serra de Marvao

Unsere Fahrt führte uns weiter nach Spanien. Caceres schien die nächst größere Stadt zu sein. Ungefähr 100 Kilometer von der portugiesischen Grenze entfernt. Wir durchquerten die Sierra de San Pedro. Unser Außenthermometer sagte uns, dass es außerhalb des Fahrzeuges 40°C seien. Wir fuhren einige Zeit, ehe wir auf ein anderes Fahrzeug trafen. Eine verschlafene Gegend.
In Caceres angekommen, landeten wir in einem riesigen Stau in Richtung Stadtzentrum. Als lange Zeit nichts mehr ging, nahmen wir die nächst mögliche Abfahrt zurück. Wir landeten an einem Einkaufszentrum namens "eroski" und wollten Shoppen gehen. Dazu fehlten uns aber die Peseten. Um uns herum befanden sich zwar viele Banken, die schließen in Spanien aber bereits um 14:00 Uhr. Auf unseren Uhren war es zwar erst 13:00 Uhr jedoch portugiesischer Zeit. Pech gehabt! Also auf zum nächsten Geldautomaten. Wie war jetzt der Umrechnungskurs? Zu guter letzt hatten wir viel zu viel abgehoben, das wir tags darauf in Castelo de vide in portugiesische Escudos umtauschten.

 

 

Wenigsten Mittagessen wollten wir, bevor wir zurück fuhren. Die Gaststätten im Einkaufszentrum hatten das Mittagsgeschäft bereits hinter sich und sahen aus wie ein Schlachtfeld. Was also machen? Am Ortseingang hatten wir ein MacDonald's - Restaurant passiert. Kurzes zaudern doch dann sind wir dorthin gefahren und haben unseren Hunger gestillt.
Viele Läden dieser Kette sind uns auf unserer Reise nicht begegnet. Eigentlich nur in Touristengegenden. Das fanden wir auch gut. Jetzt aber in einem spanischen Wohngebiet, das einer Plattenbausiedlung zum verwechseln ähnlich sah, waren wir froh, etwas gefunden zu haben.

Auf der Rückfahrt kamen wir trotz der hohen Temperaturen in ein Regengebiet mit Gewittern, das wir bis zum Abend nicht los wurden.Daraufhin mußten wir leider unseren Badenachmittag am Stausee ausfallen lassen.
Statt dessen unternahmen wir einen ausgiebigen Spaziergang durch Castelo de vide. Neben dem barocken Stadtzentrum gibt es hier natürlich ein Castelo mit einem wunderbaren Blick in die Umgebung.
Eine Regenpause nutzten wir um in der Pastelaria "Sol Nascente" und Abendessen einzumnehmen.

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