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Die Abreise
fiel uns schwer, die Region und die Menschen wirkten angenehm auf uns.
Ein Blick auf die Landkarte zeigte uns aber welcher Weg noch vor uns lag. Von
Moura ging es noch einmal in Richtung Evora, vorbei an Estremoz nach Elvas,
an der spanischen Grenze.
Hier empfingen
uns die mächtigen Reste eines Aquädukts. Wir besichtigten die
imposanten Mauer, die diese Stadt umgab und genossen die wunderbare Aussicht
auf die Umgebung.
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Pension
"Isabelinha" in Castelo des vide
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Blick auf
die Serra de Marvao
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Portalegre
hieß unser heutiges Etappenziel. Wir fuhren relativ dicht an der
spanischen Grenze entlang. Landschaftlich war der Unterschied zwischen
Algarve und Alentejo deutlich zu spüren. Nichts sah mehr nach verbrannter
Erde aus.
Als wir in
unserem Reiseführer nach Übernachtungsmöglichkeiten in
Portalegre suchten, stießen wir auf das Örtchen Castelo de
vide. Wir beschlossen erst mal dorthin zu fahren an unserem eigentlichen
Ziel vorbei. Die Straße nach Marvao führte uns über einen
ersten Berg, den wir in Portugal nicht erwartet hatten. Wir wußten
noch nicht, dass uns in der Serra Estrela noch viel mächtigere Exemplare
erwarten sollten.
Castelo de
vide ist ein kleines idyllisches Bergdorf. Die Zeit schien hier stehen
geblieben zu sein. Der Reiseführer wies uns auf eine besondere Pension
hin, die wir auch gleich fanden. Leider war niemand da, der uns empfangen
konnte.
Wir wollten
nicht warten und hatten Glück. In unmittelbarer Nachbarschaft gab
es zwei andere Pensionen. Gleich in der ersten wurden wir fündig.
Pension "Isabelinha" wird geführt von zwei älteren
Herrschaften. Jedes Zimmer ist individuell eingerichtet. Unseres ganz
im Stil des Alentejo. Überall lagen zu unserer Belustigung Zettel
in den wichtigsten Sprachen der Welt mit Verboten und Empfehlungen herum.
Zur Anmeldung mußten wir einen Reisepaß abgeben. Wir erhielten
ihn erst nach der Begleichung der Rechnung zurück.
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Jetzt da
wir wußten, wo unser Kopf am Abend gebettet werden würde, fuhren
wir zurück nach Portalegre, um die Stadt zu besichtigen. Es erwartete
uns eine dieser typischen historischen Altstädte. Leider waren es
das schon, denn was es sonst zu besichtigen gab, war leider geschlossen.
Also zurück
nach Castelo de vide. Auf unserer ersten Anfahrt des Ortes war uns die
Ausschilderung zu einem Stausee aufgefallen. Wir fanden ihn. Eine große
Tafel vor dem See beschrieb mit Text und Pictogrammen was alles verboten
sei. Baden war nicht dabei. Also nichts wie rein.
Anschließend
fuhren wir, vorbei an Marvao in Richtung spanische Grenze. Leider mußten
wir feststellen, dass die nächste größere Stadt einige
Kilometer entfernt lag. Wir kehrten um und wollten diese Strecke am nächsten
Tag in Angriff nehmen.
Unsere Wirtsleute
empfahlen uns ausdrücklich ein bestimmtes Lokal für das Abendessen.
Nach einem Blick auf die Speisekarte entschieden wir uns für die
preisgünstigere Variante in einer Pasteleria. Hier waren die Speisen
vielleicht nicht so raffiniert, aber man konnte draußen sitzen.
Vor der Pension
war eine Bühne aufgebaut. Ein Bierfest wurde an diesem Wochenende
gefeiert. Wir sind davon ausgegangen, dass an einem Sonntag nichts großartiges
mehr passieren würde. Ein Irrtum wie sich herausstellte. Von 23:00
Uhr bis 03:00 Uhr des nächsten Tages wurden wir Ohrenzeuge eines
Konzertes.
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Detail
aus dem Dianatempel in Evora
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