Portugal: Einmal rundherum, Bitte!

 


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Autofahren ist in Portugal ein recht mühseliges "Geschäft" auch wenn, wie bei uns der Weg das Ziel ist. Das liegt zum einen daran, dass das Autobahnnetz noch nicht flächendeckend ist, zum anderen wird in diesem Land, sagen wir, sehr gefühlsbetont gefahren. Wir haben es mehrmals erlebt, dass wir in die Standspur genötigt wurden, um hinter uns Fahrende vorbei zu lassen.
Heute sollte es ins Landesinnere gehen. Nachdem wir das "Nadelöhr" Lagoa überwunden, hatten, ging es in Richtung Silves.
Das verschlafene Städtchen ließen wir dieses mal links liegen, weil wir die Burganlage und die Kathedrale bereits vor zwei Jahren besuchten. Wer noch nicht dort war, sollte einen Stopp dort einplanen.

Ansicht eines Hauses in Beja mit den für Portugal typischen Außenfassade.-

 

 

Oliovenplantage in der Nähe von Moura

 

Erster Halt war für uns Beja, die zweitgrößte Stadt des Alentejo. Wenn auch die Stadt für Durchreisende relativ wenig zu bieten hat, beeindruckten uns doch Orangenbäume am Straßenrand. Die Früchte leuchteten uns förmlich an. Unser Ziel sollte an diesem Tag Evora sein. Doch wir wichen etwas von unserer Route ab und fuhren nach Moura.
Das kleine Städtchen, mit einer nicht zu besichtigenden Burganlage und einem in unmittelbarer Nähe liegenden kleinen Park verschaffte uns ein behagliches Gefühl. Wir entschieden uns hier zu bleiben. Die nette Frau im Tourismusbüro (bis 17:00 Uhr geöffnet) gab uns einen Lageplan aller Touristenherbergen des Ortes. Residencial Alentejo empfahl uns nicht nur der Reiseführer, sondern auch die Frau vor Ort. Die Verständigung war zwar etwas "holprig", führte aber zu einem positiven Ende.

 

 

Die Pension*** war schnell gefunden und es gab auch noch freie Zimmer. Mit dem jungen Mann, den wir für den Chef halten mußten, konnten wir uns auf englisch verständigen. Später, mit der Oma des Hauses, die immer im Dienst zu sein schien, sprachen wir Französisch.
Bei einem Spaziergang durch den Ort bewunderten wir das maurische Viertel und den schattenspendenden Park. Leider fanden wir kein Lokal die Bedürfnisse unseres Magens zu befriedigen.
Unser "Herbergsvater" klärte uns auf, dass die Lokale erst spät öffneten. Die kleinen Kneipen, hätten zwar auch Speisen im Angebot, seien aber eigentlich Bierkneipen, in die man mit Frauen nicht gehen könne. Ein kurzer Blick in ein solches Lokal bestätigte dieses.
Das von ihm empfohlene Lokal öffnete während unseres zweitägigen Aufenthaltes gar nicht. Verhungern mußten wir aber dennoch nicht. O Monaco im Ortszentrum gelegen, hieß unser Lokal. Es gab zwar nur ein Tagesgericht, das war jedoch lecker. Eine Art Schweinegulasch mit Muscheln, Pommes frites und Salat, dazu eine geeiste Melone und einen Espresso als Dessert stärkten uns. Auf dem Platz dem Lokal gegenüber fand gerade die Probe einer Band statt, die an diesem Abend noch spielen sollte. Lateinamerikanische Klänge hallten durch die Gassen es war wunderbar. Der ganze Ort war auf den Beinen, um diesem Ereignis beizuwohnen.
Leider waren wir zu müde, um bis zum Schluß zu bleiben.
In unsere Unterkunft zurückgekehrt, beschlossen wir noch einen Tag zu bleiben.

 

Weinfeld im Alentejo

 
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