Portugal: Einmal rundherum, Bitte!

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Nachdem wir uns ausgeschlafen hatten, gingen wir in den Frühstücksraum. Im Regelfall ist in den Hotels und Pensionen zwischen 7:30/ 8:00 Uhr und 10:00/ 10:30 Uhr das "Buffet eröffnet". Hier erfuhren wir zum ersten mal was der lapidare Satz bedeutete: In Portugal ist das Frühstück sehr einfach. Zur Auswahl standen neben wohlschmeckenden Brötchen, die wir im Laufe der Zeit liebevoll Mehlbomben nannten, kleine Plastedöschen mit einer Frucht darauf abgebildet (das Bild hatte mit dem Inhalt niemals etwas zu tun), Corn Flakes, Butter, Malzkaffee, Früchtetee, Milch, verdünntem Fruchtsaft und Mineralwasser. Alles in allem etwas enttäuschend für uns. Doch was sollte das jammern, wir aßen was wir bekommen konnten und verließen gestärkt unsere Unterkunft.

Cabo do Sao Vicente

 

Steilküste bei Sagres

Es ging Richtung Sagres, dem südwestlichsten Zipfel Europas. Am Cabo de Sao Vicente empfing uns relativ kühles Wetter (ca. 22° C) und Nebel. Das war uns nicht unangenehm, da wir auch etwas herumlaufen wollten. Besonders die Steilküstenlandschaft hatte es uns dort angetan.
Genau wie vor zwei Jahren, als wir bereits einmal hier waren, fanden wir auf dem Platz vor dem Leuchtturm zahlreiche Händler. Alles ist auf die Touristenströme ausgerichtet, die täglich in Bussen und PKW, diesem Ort ihre Aufwartung machen würden.
Natürlich gab es immer noch den Bratwurststand "Letzte Bratwurst vor Amerika". Er wird von Deutschen betrieben, die die original Nürnberger Bratwurstmasse in Naturdärme gepreßt und gebraten verkauften. Umgerechnet etwas über 5 DM pro Stück. Ein stolzer Preis.

 

 

Nur einige Autominuten entfernt befinden sich die Reste einer Seefahrerschule, die Heinrich dem Seefahrer zugeschrieben werden. Eine weite Fläche lädt, nach Entrichtung des Eintrittsgeldes, zum Spaziergang ein.
Trotz der relativen Kühle und des Nebels haben wir uns am Cabo de Sao Vicente einen leichten Sonnenbrand "eingefangen".
Den Nachmittag verbrachten wir noch einmal an unserem Lieblingsstrand Praia do vau.
Ein besonderer Leckerbissen war für uns das Sardinenessen am Hafen von Portimao. Bratereien wie an einer Perlenkette aufgefädelt befinden sich dort. Jedes dieser Freiluftlokale hat einen "Aufreißer" , der versucht die Menschen in ihr Lokal zu locken. Es ist eng aber gemütlich. Die Kellner rennen fast, um ihre Gäste schnell zu bedienen. Kaum sitzt man, wird Butter, Brot und andere Aufstriche sowie Salat serviert. Man hat das zwar nicht bestellt, bekommt es aber wie jeder Gast auf den Tisch und zum Schluß auf die Rechnung. Die Portion (6 große gebratene Fische) kostet an diesem Tag ca. 5 DM. Mit den Getränken und Beilagen haben wir ungefähr 30 DM (ca. 15 €)für zwei Personen gezahlt. Es war lecker. Natürlich kann man sich dort auch andere Fischspezialitäten bestellen. Im August überraschte man uns mit sichtlich gehobeneren Preisen.
Das Personal stellt sich auf die Touristenströme ein. Bestellungen in englischer Sprache werden auf jeden Fall verstanden. Gesättigt verließen wir den gastlichen Ort.

Morgen geht es auf ins Alentejo.

 

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Reste der Seefahrerschule, die Heinrich dem Seefahrer zugeschrieben wird.

 
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