Portugal: Einmal rundherum, Bitte!

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Heute geht's los. Nachdem wir am Abend vorher die Gepäckstücke zum Flughafen gebracht hatten, mußten wir nur eine Stunde vor dem Abflug da sein. Erfurt hat einen kleinen Flughafen. Alles ist übersichtlich und man findet sich sofort zurecht.
Wir sind keine Vielflieger, wenn es erforderlich ist und es keine sinnvolle Alternative gibt, dann muß es eben sein. Da standen nun einige Tonnen Stahl auf dem Rollfeld und würden sich mit uns in wenigen Minuten in die Luft erheben. Also los!

Hier kann man sich über die Reiseziele des Regionalflughafens informieren.

Wir sind mit diesem Anbieter gut gefahren. Prospekte findet man im Reisebüro des Vertrauens.

Air- Berlin flog uns mit einer Boeing 737 nach Faro. Es war soweit alles in Ordnung. Im Vergleich mit eurowings schneidet sie jedoch etwas schlechter ab.
In Faro angekommen, meldeten wir am Schalter von Nationalcar. Die freundliche Dame verriet uns wo die Haltestelle des Shuttlebusses ihrer Gesellschaft sich befindet.

An der Zufahrtsstraße befinden sich links und rechts Autovermietungen wie auf einer Perlenkette aufgefädelt. Jede hat ihre eigene Buslinie, die Touristen und ihr Gepäck auf den Firmenhof und am Abreisetag zurück zum Flughafen befördert. Bei der Übernahme des Fahrzeuges müssen sie Geduld mitbringen. Mit ihnen sind noch zahlreiche andere potentielle Kunden angekommen.

Wenn sie wartend in der Schlange stehen kramen sie schon mal ihre Englischkenntnisse heraus. Bevor sie den Wagen übernehmen dürfen, müssen sie erst ein paar Fragen beantworten. Sie haben die Wahl englisch oder portugiesisch zu sprechen. In aller Regel sind die Fahrzeuge fast neu. Wir erwischten dieses mal einen Toyota Yaris mit einem Kilometerstand von 1,2.

Nachdem das Gepäck im Wagen verstaut war ging's los in Richtung Algarve. Hier wollten wir 2 Tage zum eingewöhnen bleiben und bereits Bekanntes noch mal aufsuchen. Zuerst geht es ganz gut, denn man fährt auf einem Stück Autobahn, die zum Glück 2001 noch mautfrei ist. Dann plötzlich und unerwartet landet man in einem Kreisverkehr, der in einen nicht enden wollenden Stau mündet. Egal wann man die N 125 in Richtung Portimao oder in der Gegenrichtung nach Faro befährt man kommt in diesen Stau. Fährt man zum ersten mal diese Strecke, dann glaubt man, dass sich ein Unfall ereignet hat. Wenn man dann "durch" ist, dann kennt man das Nadelöhr Lagoa. Die Ursache. Für die täglichen, kilometerlangen Staus sind die Ampeln der Ortsdurchfahrt verantwortlich. Hier standen wir 1999 und hier standen wir im Sommer 2001 länger als die Fahrt bis an unser jeweiliges Ziel dauerte. Ändern wird sich das Ganze erst, wenn die Autobahn irgendwann einmal fertig sein sollte. Ein schwacher Trost, dass alle Touristen diesen Stau erleben dürfen, ob im Bus oder ganz individuell im geliehenen oder eigenem PKW.
Unser erstes Ziel war die Stadt Portimao. Von unserer ersten Reise kannten wir den in der Nähe liegenden Badestrand Praia do vau, den Hafen und das bis 23:00 Uhr bzw. 24:00 Uhr geöffnete Einkaufszentrum Modelo sowie das historische Zentrum

Ein Stück Steilküste nahe Cabo de Sao Vicente

Residencial "Pimenta" in Portimao

Wir fanden die Zufahrt zu der Pension nicht, die wir uns ausgesucht hatten. Ziemlich entnervt stellten wir das Auto ab und machten uns zu Fuß auf die Suche, das erschien uns trotz des Innenstadtplans unseres Reiseführers nicht einfach. In Portugal wird viel gebaut und diese Baustellen sind in einen Stadtführer nicht eingezeichnet. Wir gingen mit unserem Plan in der Hand duch die Stadt und nur mit Hilfe von Einheimischen fanden wir unser Ziel.
Glücklich waren wir, als wir endlich die Pension gefunden hatten und auch noch ein Zimmer frei war. Im Reiseführer stand etwas von ruhiger Nebenstraße. Das war sicher übertrieben. Es war recht laut. In der engen Gasse gab es in unmittelbarer Umgebung eine Kneipe und eine Nachtbar. Durch die zentrale Lage, kann man die Sardinenbratereien am Hafen leicht zu Fuß erreichen.
Dafür war das Zimmer groß und verfügte über eine Klimaanlage und Fernsehen mit deutschen Sendern. Die ruhigen Zimmer, zum Innenhof hinaus waren belegt. Zur Pension gehört kein Parkplatz. Die Suche danach war ein tägliches Geduldsspiel. Die innerstädtischen Straßen sind sehr eng. Daher sind sie oft als Einbahnstraßen ausgewiesen. Das System ist für Touristen nicht leicht zu durchschauen.
Den Nachmittag verbrachten wir, nachdem wir eingekauft und uns in einer Pizzeria gestärkt hatten am Strand Praia do vau.

 

 

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