Portugal: Einmal rundherum, Bitte!

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Nach einem ausgiebigen Frühstück, wieder mal mit Käse uns Schinken, fuhren wir Richtung Atlantikküste. An diesem Tag würden wir Abschied von den Gebirgen Portugals nehmen. Wir durchquerten noch einmal einen Teil der Serra Estrela und genossen ein letztes mal die Schönheiten dieses Teil des Landes. Allen "Wandervögeln" und Radfahrern sei dieses Gebiet wärmstens an Herz gelegt. Was wir in wenigen Tagen der Rundreise nur streifen konnten, ist sicher einen 14tägigen Urlaub wert. Autotouristen wie wir mußten viel Geduld beim Befahren der Straßen mitbringen .Eine durchschnittliche Geschwindigkeit von 30- 45 kmh ist keine Seltenheit. Es ist abhängig davon, ob LKW vor Ihnen fahren. Überholspuren oder auch nur die Möglichkeit zu versuchen an ihnen vorbei zu kommen? Fehlanzeige! Aber man hat ja Urlaub.

 

 

 

Wir kamen durch den Ort Serta. Er liegt in der Serra de Alvelos. Es war Mittagszeit und wir hatten Hunger. Am Ortseingang rechts das erste Lokal, mit den roten Markisen, suchten wir auf. Es war eine Pasteleria. Nicht alles was auf der Karte war, war auch vorrätig. Auf Touristen, besonders auf ausländische, schien man nicht eingestellt. Das war wunderbar. Der Wirt sprach nur seine Muttersprache und war sehr erleichtert,daß jemand von uns Französisch sprach, da nun seine Frau, die er dafür aus der Küche holen mußte, unsere Bestellung aufnehmen konnte. Es war lecker und reichhaltig, wenn es leider auch nichts typisch portugiesisches mehr zu essen gab. Richtig italienisch schmeckten die Nudelgerichte aber auch nicht. Wir fuhren weiter über Tomar, was uns, wegen seiner relativ hektischen Atmosphäre, nicht zum Verweilen einlud nach Santarem.

 

Ungefähr 70 Kilometer vor Lissabon liegt die Stadt Santarem. Residencial Vitoria war laut Beschreibung des Reuseführers eine gute Adresse für müde Touristen. Sie war auch schwer zu finden, denn sie liegt in einer abgelegenen Nebenstraße und ist relativ schlecht ausgeschildert. Nach einigen Anläufen fanden wir sie.
Sehr gediegen (Echtholzmöbel,Parkett,Klima) eingrichtet und vor allem sehr ruhig. Eigentlich lag sie mit 80 Mark (ca. 40 €) etwas über dem Preis, den wir zahlen wollten. Die relative Nähe zur Hauptstadt erhöhte unserer Ansicht nach auch die Preise. Ein Wort der Dame an der Rezeption ließ mich jedoch, auch gegen den Einwand meiner Frau, sofort zugreifen: ausländische Frensehprogramme. Seit dem Verlassen von Portimao hatten wir , außer in Aveiro mit dem "Focus", keinen Kontakt mit deutschen Medien gehabt. Ich war neugierig was ztu Hause los war. Ich hätte nie gedacht, daß ich mich mal freuen würde Pro7, RTL 2, DSF oder VIVA zu sehen.
Wer unseren Kulturstand im Ausland nach dem Niveau einschätzt, was diese Sender vermitteln, bekommt einen schönen Eindruck vom Volk der Dichter und Denker.

 

 
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