Es
handelt sich im folgenden in erster Linie um einen Erfahrungsbericht über
einen einwöchigen Aufenthalt, weniger um einen Reiseführer im klassischen
Sinn. Nach unserern Besuchen auf dem
portugiesischen Festland 1999 und 2001 war diesmal die Blumeninsel im Atlantischen
Ozean unser Reiseziel.
Reisezeit:
23.08.2005 - 30.08.2005
Unterkunft:
Residencial Encumeada *** Landeskategorie Ü/ HP 
1. Unserem Ziel nach soviel Individualität wie möglich, waren wir
bei den Reisevorbereitungen ein wenig untreu. Bei einer Ausdehnung der Insel
von ca. 60 km von Ost nach West und 23 km von Nord nach Süd, sind wir von
kurzen Wegen ausgegangen und haben uns die tägliche Suche nach neuen Unterkünften
erspart und uns in einer zentral gelegenen Unterkunft ein Zimmer gebucht.
Wir haben Wanderurlauber getroffen, die bei einem mehrwöchigen Aufenthalt,
aus logistischen Gründen zumindest wöchentlich ihr Hotel gewechselt
haben.
Unser Hotel war in Ordnung,
ruhig und sauber. Lediglich die Halbpension hätten wir uns schenken sollen.
Das abendliche Buffet war lieblos, langweilig und gschmacklos. Wir hätten
vermutlich problemlos gut und preiswert unterwegs essen können.
2.
Flugesellschaft:
Air Berlin ab/ an Leipzig
Unsere
Maschine startete bereits um 3:00 Uhr nachts. Das brachte den scheinbaren Vorteil
realtiv zeitig vor Ort zu sein und einen Uralubstag zu gewinnen. Man sollt wenigstens
vorher wissen, ob man sein Zimmer etwas eher beziehen kann. Das war in unserem
Fall nicht möglich. Ein Frühstück um 4:00 Uhr früh ist dagegen
am Abreisetag überhaupt kein Problem.
3. Leihwagen: in Deutschland gebucht über Hollydaycars
Partner vor Ort Bravacar. Ein Kleinwagen ist völlig ausreichend um die
steilen Straßen und engen Gassen der Insel zu bewältigen. Es kostet
extra, wenn man den Wagen außerhalb der Geschäftszeiten abholen oder
wieder hinbringen muss. Die Rückgabemodalitäten sind für deutsche
Verhältnisse unter diesen Umständen sehr abenteuerlich.
Trotz kurzer Wege, planen sie Zeit ein. Es gibt ein kleines Stück Straße,
das an eine Autobahn erinnert. Sie besteht aus Tunneln, die sie nur verlassen,
um auf sehr hohen Brücken in den nächsten zu fahren. Es gibt auch
noch sehr ursprüngliche Straßen und Tunnel, die ihnen einiges abverlangen
können. Zudem ist die Gefahr, dass sich ein Stück des Gebirges löst
und auf die Straße fällt immer gegeben. Insgeamt fährt man auf
der Insel sehr defensiv Auto.
Es gibt noch einen Grund die Geschwindigkeit etwas zu drosseln: Es ist durchaus
möglich, dass ihnen Mensch oder Tier auf den engen und steillen Straßen
entgegenkommen. Inner- wie Außerorts gibt es oft keine Bürgersteige.
Wir hatten z.B. die Gelegenheit erfolgreich einer Kuh ausweichen zu dürfen,
die sich spontan entschloss Rast auf einer Straße zu machen.
Wer sich ohne Auto
auf Madeira fortbewegen will, kann dies mit einer der fünf örtlichen
Busunternehmen tun.
4. Baden
Wie eingangs erwähnt ist die Insel nicht unbedingt der Ort für den
typischen Badeurlauber.
Es gibt einen kleinen Sandstrand am östlichsten Zipfel der Insel. Ansonsten
müssen sie eine Abkühlung im Meer oder einem Meerwasserpool nicht
verzichten, da
man überall
entlang der Küste auf betonierte Liegeflächen mit Zugang zum Wasser
treffen kann, die meist auch kostenlos zu nutzen sind.
5. Madeira
ist eine idealer Ort zum Wandern. Mit der entsprechenden Ausrüstung.
Nun muss diese nicht gleich alpinen Ansprüchen genügen. Festes Schuhwerk,
Regenjacke und eine Taschenlampe sowie etwas Proviant sollten sie immer dabei
haben. Es gibt zahlreiche Wanderrouten in unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden.
Wr haben mit erfahrenen Wanderern gesprochen, die dazu raten Kartenmaterial
zu verwenden, das die Entfernungen neben der Kilometerangabe auch in der Zeit
angibt, die man dafür benötigt. Manche Strecken scheinen in der Kilometerangabe
kürzer.
Es hilft, wenn man verinnerlicht hat: Mein Sonntagsspaziergang vom Parkplatz
in die Waldgaststätte ist noch keine Wanderung.
6.
Kulinarisch hat die Insel kaum Nenneswertes. Außer
den Madeira und vielleicht noch die auf das Holz des Lorbeerbaumes aufgespießten
und gegrillten Rindfleischstücken gibt es keine eigenen Spezialitäten.
Wenn man mal davon absieht, dass man die Banane auch gemeinsam mit Kannichen
und Geflügel verarbeiten kann. Für Freunde von internationalen Fastfood-
Ketten ist nur in der Inselhauptstadt Funchal der Tisch gedeckt.
7.
Verständigung Wer
der portugiesischen Zunge nicht mächtig ist, sollte in jedem Fall Englisch
können. Ansonsten sparen sie sich das Geld für Führungen und
die Kommunikation mit dem Personal könnte schwierig werden. In einigen
Lokalen fanden wir auch mehrsprachige Speisekarten.
8. Touristenzentren Eine eine etwas höhere Dichte trifft man lediglich rund um Funchal an. Dort befinden sich die meisten der Hotels der großen Reiseanbieter. Von dort aus bieten die Veranstalter Ausflüge zu den gängigsten Zielen an.